§ 34 Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform

Aufgrund der fortgeschrittenen Persönlichkeitsentwicklung ist die Unterbringung in einem Heim oder in einer Pflegefamilie nicht mehr angezeigt.

In der bestehenden krisenhaften Entwicklungsphase benötigt der Jugendliche/junge Erwachsene eine individuelle, zum Teil intensive und konfliktbereite Betreuung, die sich an seinen Interessen und Fähigkeiten orientiert.


Betreutes Wohnen dient der Verselbständigung, Persönlichkeitsentwicklung und Stärkung des Selbstbewusstseins.

 



Ziele mit dem Jugendlichen/jungen Erwachsenen in einem individuell abgestimmten Rahmen realitätsnah eine eigenständige Lebensführung einüben, hier insbesondere

 


Kurzbeschreibung der Arbeitsschwerpunkte



Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe
§ 34 Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform

Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung über Tag und Nacht (Heimerziehung) oder in einer sonstigen betreuten Wohnform soll Kinder und Jugendliche durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung fördern. Sie soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie

1.  eine Rückkehr in die Familie zu erreichen versuchen oder
2.  die Erziehung in einer anderen Familie vorbereiten oder
3.eine auf längere Zeit angelegte Lebensform bieten und auf ein selbständiges Leben vorbereiten.

Jugendliche sollen in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung beraten und unterstützt werden.

 

Maßnahmen des Betreuten Wohnens gehören zu den erzieherischen Hilfen beziehungsweise Hilfen für junge Volljährige nach § 27 i. V. mit §§ 34, 35 und 41 KJHG. Sie wenden sich in der Regel an Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren, die bedingt durch individuelle und/oder familiäre Krisen nicht im Familienverband leben können.

 


Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe
§ 41 Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung

(1) Einem jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. Die Hilfe wird in der Regel nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt; in begründeten Einzelfällen soll sie für einen begrenzten Zeitraum darüber hinaus fortgesetzt werden.
(2) Für die Ausgestaltung der Hilfe gelten § 27 Abs. 3 und 4 sowie die §§ 28 bis 30, 33 bis 36, 39 und 40 entsprechend mit der Maßgabe, dass an die Stelle des Personensorgeberechtigten oder des Kindes oder des Jugendlichen der junge Volljährige tritt.
(3) Der junge Volljährige soll auch nach Beendigung der Hilfe bei der Verselbständigung im notwendigen Umfang beraten und unterstützt werden

 




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